Doktortitel für Pflegende

In der Februar-Ausgabe des “Journal of Clinical Nursing” stellt Jeremey Jolley unter dem Titel “Choose your doctorate” die Promotionsmöglichkeiten in England dar. Für alle, die sich als Pflegende mit dem Gedanken an eine Promotion tragen, ein wichtiger und empfehlenswerter Artikel. Viele der dort gemachten Überlegungen sind auch auf deutsche Verhältnisse zu übertragen: Es gibt nicht nur eine Vielzahl von Abschlüssen (Dr. phil, Dr. rer. curae, Dr. sc. hum etc.), von unterschiedlichen Promotionsprogrammen und Studienorten, sondern durchaus unterschiedliche Qualitäten.

Der Artikel von Jolley regt dazu an, bei der Auswahl strukturiert vorzugehen und dabei die eigene berufliche Laufbahn zu beachten. Wer beispielsweise im wissenschaftlichen Bereich bleiben will sollte sich eine Universität mit großem wissenschaftlichen Output und guten Netzwerken aussuchen. Wer nur am Titel interessiert ist und glaubt damit in der Praxis mehr bewirken zu können, der kann sich auch für ein Promotionsprogramm entscheiden, dass noch im Aufbau befindlich ist und das (inter-)national noch weitgehend unbekannt ist.
Auch die Frage einer Promotion im Ausland sind auf der Grundlage der persönlichen Ziele, der zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten zu sehen.
Es ist dabei wichtig, sich nicht von Hochglanzbroschüren, guter Medienarbeit und der möglichen Wohnortnähe beeinflussen zu lassen.
Daher gilt: Informieren vorm Studieren!

Zitation des Artikels: Jolley, J. (2007). Choose your doctorate. Journal of Clinical Nursing, 16 (2), 225-233.

Einen Kommentar schreiben:

Du mußt angemeldet sein um einen Kommentar abgeben zu können.