Peer-Review-Verfahren der Pflegezeitschrift

In den letzten Monate des alten Jahres haben sich eine Vielzahl von Veränderung in der pflegespezifischen Zeitschriften-Landschaft ergeben: Pflege und Gesellschaft wird nun im Juventa-Verlag verlegt, Die Schwester/Der Pfleger hat die DBfK-Zeitschrift “Pflege aktuell aufgenommen” u.v.a.m.
Zu Beginn des Jahres etabliert die Pflegezeitschrift aus dem Kohlhammer-Verlag erstmals ein Peer Review-Verfahren. Wissenschaftliche Artikel müssen demnach von wenigstens zwei Expertinnen oder Experten beurteilt werden. Das ist löblich, denn es sichert die Qualität der Beiträge.
Erfreulich daran ist, dass der Pool an Expertinnen und Experten offen ist, d.h. zukünftig können weitere Pflegewissenschaftler und Pflegewissenschaftlerinnen dazukommen, wenn die eingereichten Beiträge von den bisherigen Experten/Expertinnen nicht adäquat begutachtet werden können. Allein aus der Vielfalt der pflegewissenschaftlichen Themen scheint dies dringend erforderlich.
Ein solches Verfahren ermöglicht die Darstellung breiter Themen und fördert den Austausch in der wissenschaftlichen Szene.

Die Zeitschrift “PRInternet” geht hier andere Wege: Eingereichte Beiträge müssen ein kleines Gremium ausgewählter Wissenschaftler/Wissenschaftlerinnen durchlaufen. Diese kleine Gruppe ist über Jahre stabil, Veränderungen im Reviewer-Pool gibt es nicht, Zuwächse und Abgänge im Expertenpool gibt es nur sehr selten. Über die Auswirkungen kann man nur spekulieren…

Mit der neuen Zeitschrift “Soziale Gerontologie” wird erstmals ein wissenschaftlicher Beirat für eine Zeitschrift eingesetzt, der nur aus Männern besteht. Da zu den geplanten Themen der Zeitschrift auch pflegerische Aspekte gehören, kann man sehr gespannt sein, wie sich die Zeitschrift entwicklen wird.

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